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Aufforstung im Gauaser Wald

Die Landjugend Österreich setzt sich dieses Jahr verstärkt mit dem Thema Wald auseinander.
Das Jahr 2011 wurde von der UNO zum internationalen Jahr des Waldes erklärt. 
Das Ziel ist es der Bevölkerung den Lebensraum Wald näher zu bringen, schließlich ist ja fast die Hälfte der Österreichischen Fläche bewaldet.

Die Landjugend/Jungbauernschaft Montafonnutzte diesen Anlass und setzte 1550 Jungpflanzen im Gauaser Klosterwald und auf angrenzenden Privatflächen.
Gepflanzt wurden:    

            400 Fichten
            50 Weißtannen
            1100 Lärchen

 

 

 

 

 

In dem relativ steilen und steinigen Geländewurde von unseren Mitgliedern eine hervorragende Leistung erbracht.
In weiterer Zukunft wird im Rahmen des Projekts 1- bis 2-mal im Jahr der Jungwuchs gepflegt.
Mit einem gemütlichen Beisammensitzen ließen sich die Jungs und Mädels am späten Nachmittag im Kloster Gauenstein von Pater Engelbert und seinem Team verköstigen, und hofften auf Regen um den Jungpflanzen den Start zu erleichtern.

Warum dieses Projekt?

Zum einen weil das Thema gut zum Jahr des Waldes passt. Doch der Hauptgrund liegt eigentlich darin, dass den Mitgliedern der Landjugend Montafon, die Großteils aus bäuerlichen Familien kommen,  die Region am Herzen liegt.
In der Region Montafon ist die Offenhaltung der Flächen ein Hauptthema der Landwirtschaftund des  Tourismus. Jedoch ist der Lebensraum Wald in solchen Tälern wie dem Montafon, vor allem mit seinen Schutzfunktionen, aber auch der Nutz-, Erholunds-, und Wohlfahrtsfunktionen ein großes Thema.

 

 

Schutzfunktionen:
Die Wurzeln des Baumes dienen nicht nur der Verankerung sondern   befestigt auch den Boden und verhindert dadurch Erosionen und Hangrutschungen. Der Boden kann mit Hilfe des Wurzelgeflechts große Mengen an Wasser speichern, und während längeren Trockenperioden Flüsse, Bäche und Grundwasser speisen.
Da das Wasser im Waldboden gefiltert wird, ist es als Trinkwasser gut geeignet. Schutzwälder bilden daher ein natürliches Schutzschild für den Lebens- und Wirtschaftsraum des Menschen. Ohne Schutzwälder müssten ca.  € 600 Mio. zusätzlich für technische Verbauung ausgegeben werden.

Neben seiner Schutzfunktion ist auch die Nutzfunktion von großer Bedeutung.


74% der Waldfläche in Österreich sind Wirtschaftswald.


In den Meisten Fällen wird der Rohstoff Holz zu Bau- und Werkstoff oder zu Erneuerbaren Energieträgern weiterverarbeitet.
Holz begegnet uns zig male im Tag in Form von Möbeln, Jause Brettchen, Bleistifte, Taschentücher, Notizblock und vieles mehr.
Außerdem werden wir vom Wald mit Pilzen, Beeren und Kräutern versorgt.
Zudem bietet die Wertschöpfungskette Wald rund 280.000 Menschen Einkommen aus der Nutzung des Waldes.

Die Wohlfahrtsfunktion geht speziell auf die Umwelt ein.
Der Ausgleich des Klimas und des Wasserhaushaltes, die Reinigung der Luft und des Wassers sind Hauptpunkte dieser Funktion.

 

 

Die Erholungsfunktion ist in Regionen wie dem Montafon, vor allen für den Tourismus von großer Bedeutung.
Der Wald bietet Ruhe, Erholung und lädt zum Entspannen ein.
Ruhe und Angenehme Geräusche im Wald wirken sich zudem Positiv auf die Psyche aus. Für Freizeitaktivitäten wie Wandern, Radfahren, Joggen, Nordic Walking ist der Wald bestens geeignet.

Das Projekt der Landjugend / Jungbauernschaft Montafon soll der Bevölkerung des Tales und des Landes sowie dem Tourismus im Tal den Lebensraum Wald mit seinen Wirkungen näherbringen und beweisen, dass die Jugend im Tal sich mit Ehrgeiz um eine wirtschaftliche  Zukunft der Land- und Forstwirtschaft bemüht.

 

Foto´s zum Projekttag findest du hier!